Aikido Übungsleiter-Fachlehrgang Teil 2 in Frankfurt a. M. vom 27.10-01.11.2008

 

Das Beste vorweg: Die HTBU darf drei neue Aikido Trainer in ihren Reihen begrüßen! Die SFin Agnes Schröder, Sven Lohmann und Christian Mahnke haben erfolgreich alle notwendigen Prüfungen abgelegt und sind einen Schritt auf ihrem Weg weitergekommen. Drei weitere SF aus dem Hamburger Gebiet wurden ebenfalls als Trainer Stufe C graduiert.


Die ausgestellten Lizenzen sind auch noch etwas ganz besonderes: zum ersten Mal wurden die Trainer Bescheinigungen nicht vom DAB (Deutscher Aikido Bund), sondern vom DOSB (Deutscher Olympischer Sportbund) ausgegeben, es sind die ersten ihrer Art in Europa. Dabei wurde die klassische Bezeichnung „Übungsleiter“ auch durch „Trainer“ ersetzt.
Doch bis die erfreulichen Nachrichten vom Lehrgangsleiter Ulrich Schümann (Bundesreferent Lehrwesen im DAB) am Freitag Abend verkündet wurden, war es ein hartes Stück Arbeit:


Gruppe 2 - Aufstellung zur LehrprobeWie zum ersten Teil der Ausbildung trafen sich ca. 35 Aikidokas aus dem gesamten Bundesgebiet in der altbekannten, bestens ausgestatteten Sportschule in Frankfurt a. M. zusammen. Da sich die meisten schon vom ersten Teil und von anderen Lehrgängen kannte, bestand von Anfang an eine gelöste Stimmung die sich nicht nur positiv außerhalb, sondern auch auf der Matte auswirkte.

Auf dem Stundenplan stand dieses Mal neben der theoretischen und praktischen Prüfung zum Abschluss des Lehrgangs je nach gewähltem Ausbildungsprofil (Erwachsene/Ältere, Kinder/Jugendliche) u.a. „Kyu- und Dan-Prüfungen im Deutschen Aikido-Bund e.V“, „Methodik des Randori- und Yiu-Waza-Unterrichtes“, „Die Gründung eines Aikido-Vereins“ oder „Entwicklungsstufen vom Kind zum Erwachsenen“. Die Einheiten bildeten wieder eine gute Mischung zwischen Theorie und Praxis.

Begleitet wurde der Unterricht ebenfalls wieder von Lehrproben der Teilnehmer auf der Matte, die u.a. dazu dienten, sich auf die praktische Prüfung vorzubereiten. Wichtig hierbei war wiederum:
jeder Trainer sollte in seinen Unterrichtsstunden einem methodischen Weg folgen und die Übungen, Bewegungen und Techniken aufeinander aufbauen, die Schüler durch Sabaki, technikbezogene Vorübungen oder Einzelübungen von Teilschritten eines komplexen Bewegungsablaufs zu der angestrebten Technik hinführen. Es bietet sich dabei an, die Bewegungsabläufe anhand der  Elemente des Aikidos wie z.B. richtige Distanz, Gleichgewichtsbrechung (Kuzushi) oder Einsatz der Tegatana und des Haras, zu erklären. Die Elemente sind in allen Aikido Techniken wiederzufinden, das Herausarbeiten bestimmter, immer wiederkehrender Schlüsselpositionen erleichtert das Erlernen.Gruppe 2 - Lehrprobe

Je weiter der Lehrgang fortschritt, desto weniger SFin fanden sich abends im Bistro ein, dies lag wohl auch daran, dass die ca. 50 Fragen umfassende Sammlung von Prüfungsaufgaben der letzten Jahre im Vorfeld von Ulrich verteilt wurden und der Tag der theoretischen Prüfung näher rückte.

Am Donnerstag Nachmittag war es dann soweit: 3, 5 Stunden waren für die Beantwortung diversere Fragen wie „Welche religiösen und philosophischen Erfahrungen haben den Aikido-Begründer beeinflusst?“, „Nenne und erkläre die Elemente und Prinzipien des Aikido“ oder „Was bedeutet und bewirkt eine Funktionsgymnastik?“ veranschlagt. Die Ergebnisse, geprüft bis spät in die Nacht hinein durch die Prüfungskommission bestehend aus Lilo und Ulrich Schümann sowie Martin Glutsch, lagen zwischen ausreichend und sehr gut.

Praktische Prüfung - Die PrüferDer praktische Anteil der Prüfung, schriftliche Ausarbeitung einer Unterrichtsdisposition zu einer vorher ausgelosten Technik sowie Darbietung einer Lehrprobe auf der Matte (anhand der ausgearbeiteten Unterrichtsgliederung), wurde von allen Teilnehmern gemeistert, zum Durchfallen hat es nicht gereicht! Die Prüfungen erstreckten sich den über den gesamten Freitag von 8:00 bis 20:30 Uhr.

Die Ausbildung von Aikido Trainer in dieser Art und Weise fördert nicht nur die Reinerhaltung der Lehre und Technik des klassischen Aikidos durch ein einheitliches Fundament an vermitteltem Wissen in Bezug auf Aikido, sie dient auch der Förderung des Sports an sich: wenn wir als Übungsleiter die erlernten Grundlagen beherzigen, als Vorbild und Lehrer anerkannt werden, unsere Trainingsteilnehmer motivieren und ihre persönliche Integrität fördern, so gelingt es uns wahrscheinlich, eine langfristige Begeisterung für Sport zu erwecken und die SFin auf der Matte zu behalten und noch weitere zum Trainieren zu animieren.

 

Christian Mahnke

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